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Unterstrich(_) / Sternchen(*)

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Der Unterstrich (z.B. bei Schüler_innen) und das Sternchen (Schüler*innen) im Plural sind Formen geschlechtergerechter Schreibweise. Wir benutzen den Unterstrich, um in unseren Texten sichtbar zu machen, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt und dass wir alle Geschlechter meinen.

A

Ableismus:

Ableismus ist die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung. Dabei kann es um körperliche Behinderungen, chronische Krankheiten, Lernschwierigkeiten oder psychische Beeinträchtigungen gehen.

Antifeminismus:

Antifeminismus ist ein Oberbegriff für unterschiedliche Gruppen, Organisationen und Personen, die sich gegen Feminismus, gegen die Gleichstellung aller Geschlechter und gegen die Akzeptanz vielfältiger sexueller Orientierungen und Geschlechtsidentitäten wenden.

Abtreibung:

Abtreibung ist ein Wort für Schwangerschaftsabbruch. In Deutschland kann eine Schwangerschaft bis zur zwölften Schwangerschaftswoche abgebrochen werden, wenn die schwangere Person an einer Beratung (einer sogenannten Schwangerschaftskonfliktberatung) teilgenommen hat. Eine Schwangerschaft abzubrechen, ist eine sehr persönliche Entscheidung, die nur von der schwangeren Person getroffen werden kann.

Antisemitismus:

Antisemitismus ist die Diskriminierung von Juden_Jüdinnen.

Agender:

Agender ist eine Geschlechtsidentität. Menschen, die agender sind, identifizieren sich mit gar keinem Geschlecht.

Asexualität:

Asexualität ist eine sexuelle Orientierung. Menschen, die sich zu niemandem sexuell hingezogen fühlen und/oder keinen Sex haben wollen, bezeichnen sich als asexuell. Asexualität ist ein Spektrum mit vielen Abstufungen. Viele asexuelle Menschen verlieben sich und gehen Liebesbeziehungen ein.

B

Bifeindlichkeit:

Bifeindlichkeit ist die Diskriminierung von bisexuellen Menschen.

Biphobie:

siehe Bifeindlichkeit. „Phobie“ bedeutet Angst, weil es bei dem Begriff aber nicht um Angst geht, sondern um Ablehnung und Ausgrenzung, verwenden wir lieber Bifeindlichkeit.

Bisexualität:

Bisexualität ist eine sexuelle Orientierung. Bisexuelle Menschen verlieben sich in Frauen und Männer, bzw. fühlen sich zu mindestens zwei Geschlechtern sexuell hingezogen.

C

Catcall:

Catcall ist ein englisches Wort für Anmachsprüche und Pfiffe, meistens in der Öffentlichkeit und gegenüber Frauen und Mädchen (Catcalls erleben aber auch viele trans* und nicht-binäre Personen). Viele Frauen und Mädchen finden Catcalls unangenehm – es gibt schönere und respektvollere Arten zu Flirten!

Counterspeech:

Counterspeech heißt auf Deutsch Gegenrede und bedeutet, online etwas gegen Hate Speech zu posten, zu kommentieren, etc. Gegenrede ist wichtig, damit Hasskommentare nicht unwidersprochen stehen bleiben!

Cis:

Bei cis Menschen entspricht die Geschlechtsidentität dem Geschlecht, das bei der Geburt in die Geburtsurkunde eingetragen wurde. Das heißt, ein Mensch, der bei Geburt männlich eingeordnet wurde und später als Mann lebt, ist ein cis Mann. Ein Mensch, der bei Geburt weiblich eingeordnet wurde und später als Frau lebt, ist eine cis Frau.

Cybermobbing:

Cybermobbing ist Mobbing im Internet, also Beleidigungen, Beschimpfungen, Drohungen, etc. Es ist nicht das gleiche wie Hate Speech: Cybermobbing kann alle Menschen treffen, die im Netz aktiv sind. Hate Speech betrifft Personen, die diskriminiert werden.

Coming-Out:

Coming-Out: heißt sich der eigenen sexuellen Orientierung bewusst werden (inneres Coming-Out) und andere darüber informieren (äußeres Coming-Out).

D

Diskriminierung:

Diskriminierung ist die Benachteiligung von Menschen, weil sie einer bestimmten Gruppe angehören, oder einer Gruppe zugeordnet werden. Dabei ist es egal, ob die Diskriminierung absichtlich passiert oder unbeabsichtigt ist. Besonders häufig werden Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihrer Behinderung, ihrer Religion, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung oder ihres Alters diskriminiert. Diskriminierung zeigt sich immer auch in Gesetzen, Medien, Institutionen, etc. Es geht dabei also nicht nur um Beleidigungen und Vorurteile.

Doxxing:

Doxxing bedeutet, dass private Infos über eine Person (z.B. Name, Adresse, Wohnort, Arbeitsstelle) gesammelt und im Internet öffentlich gemacht werden. Doxxing wird oft als Strategie genutzt, um Menschen einzuschüchtern und zu bedrohen, zum Beispiel bei einem Shitstorm.

Drag Queen/Drag King:

Eine Drag Queen ist ein Mann, der sich für Bühnenshows oder einfach in seiner Freizeit als Frau verkleidet. Ein Drag King ist dementsprechend eine Frau, die sich als Mann verkleidet. Drag ist Kunst und muss nichts mit der Geschlechtsidentität zu tun haben.

E

Empowerment:

Empowerment ist ein englisches Wort und heißt Ermächtigung. Damit ist gemeint, dass Menschen, die Diskriminierung und Ausgrenzung erleben, gestärkt werden und sich gegenseitig unterstützen.

F

Feminismus:

Feminismus ist eine politische Bewegung, die sich gegen Sexismus einsetzt und dafür, dass alle Geschlechter die gleichen Rechte und Chancen haben und Hierarchien zwischen Geschlechtern abgeschafft werden. Verschiedene Feminist_innen haben aber unterschiedliche Meinungen darüber, was das genau heißt und wie man gleiche Rechte für alle Geschlechter durchsetzen kann. Es gibt deshalb eigentlich nicht einen Feminismus, sondern viele Feminismen.

Frühsexualisierung:

Frühsexualisierung ist ein Begriff, den Gegner_innen von Sexualaufklärung und Bildung zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt verwenden. Sie meinen, es sei gefährlich, wenn mit Kindern und Jugendlichen über Sexualität gesprochen wird, weil sie das in ihrer natürlichen Entwicklung störe. Es geht scheinbar um den Schutz von Kindern. Sexualität, >Geschlecht und sexuelle Orientierung sind aber wichtige Themen. Kinder und Jugendliche haben ein Recht, etwas darüber zu lernen.

G

Gender:

Gender ist ein englisches Wort für Geschlecht. Im Englischen gibt es zwei Begriffe für Geschlecht: „gender“ (soziales Geschlecht, Geschlechtsidentität) und „sex“ (körperliches Geschlecht).

Genderqueer:

Genderqueer ist eine Geschlechtsidentität. Genderqueere Menschen identifizieren sich weder als männlich, noch als weiblich, sondern z.B. dazwischen oder ganz anders.

Geschlecht:

Die meisten Menschen in unserer Gesellschaft lernen, dass man Geschlecht am Körper erkennen kann und dass es nur zwei Optionen gibt – männlich und weiblich. Geschlecht ist aber eher ein Spektrum, das heißt es gibt mehr als nur zwei Geschlechter. Hier sind drei Ebenen wichtig: (1) Körper, (2) Geschlechtsidentität und (3) Geschlechtsausdruck.
(1) Die Medizin bringt verschiedene körperliche Merkmale mit Geschlecht in Verbindung: u.a. Chromosomen, Keimdrüsen, Genitalien, Körperbehaarung, Form und Größe der Brust. Bestimmte Kombinationen davon gelten als männlich oder weiblich. Es gibt aber auch Menschen, die sich auf körperlicher Ebene nicht in eine dieser beiden Schubladen einordnen lassen (vgl. Inter*). Außerdem kann die körperliche Zuordnung von der Geschlechtsidentität abweichen.
(2) Die Geschlechtsidentität ist das innere Wissen, welches Geschlecht man hat. Sie kann mit dem bei Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmen oder auch nicht (vgl. cis und trans*). Sie kann männlich oder weiblich sein, oder etwas anderes, z.B. genderqueer, genderfluid, inter* oder nicht-binär.
(3) Der Geschlechtsausdruck beinhaltet z.B. Kleidung, Haarstyling, Hobbys und Talente – also Sachen, die eigentlich nichts mit Geschlecht zu tun haben, die aber ganz viel damit in Verbindung gebracht werden.

Geschlechterrollen:

Geschlechterrollen beinhalten alles, was in unserer Gesellschaft als „typisch männlich“ und „typisch weiblich“ gilt sowie alles, was von Mädchen und Jungen bzw. Frauen und Männern erwartet wird, damit sie als „richtige“ oder „normale“ Mädchen/Frauen und Jungen/Männer gelten.

Genderfluid:

Genderfluid ist eine Geschlechtsidentität, die zwischen verschiedenen Geschlechtern wechselt. Das heißt, genderfluide Menschen fühlen sich z.B. mal mehr männlich, mal mehr weiblich, mal dazwischen oder ganz anders.

Gender Mainstreaming:

Gender Mainstreaming ist der Versuch, die unterschiedlichen Lebenssituationen von Frauen und Männern bei allen staatlichen und politischen Entscheidungen von vornherein mitzudenken, um Ungleichbehandlungen zu verhindern.

Geschlechtsangleichende Maßnahmen:

Geschlechtsangleichende Maßnahmen sind medizinische Schritte, für die sich manche trans* Personen entscheiden, um ihren Körper an ihre Geschlechtsidentität anzugleichen. Dazu können eine Hormonbehandlung und geschlechtsangleichende Operationen gehören. Früher sagte man dazu „Geschlechtsumwandlung“, der Begriff wird aber nicht mehr verwendet, weil durch die Maßnahmen nicht das Geschlecht umgewandelt, sondern körperliche Merkmale angepasst werden.

Genderismus, Genderwahn, Gender-Ideologie:

Genderismus, Genderwahn, Gender-Ideologie sind abwertende Begriffe, unter anderem für die Gender Studies und für politische Projekte, die sich mit Geschlecht beschäftigen. Aber auch für Forderungen nach Sexualaufklärung für Kinder/Jugendliche. Die Auseinandersetzung mit Geschlecht wird als ideologisch abgewertet. Dabei ist es genau umgekehrt: Die eigene Ideologie, die nur zwei Geschlechter zulässt, strikte Geschlechterrollen einfordert und Sexualität taubisiert, wird als „natürlich“ bezeichnet. Kritisches Hinterfragen ist nicht erlaubt.

zum Haupttext Genderismus

Gender Studies:

Gender Studies heißt auf Deutsch Geschlechterstudien. Die Gender Studies sind eine Wissenschaft, die sich unter anderem mit der Bedeutung von Geschlecht für Politik, Kultur etc. beschäftigt.

Geschlechtsidentität:

siehe (2) unter Geschlecht.

H

Hate Speech, Hassrede:

Hate Speech, Hassrede ist digitale Gewalt, also zum Beispiel Beleidigungen, Cybermobbing oder Kommentare, in denen zu Gewalt aufgerufen wird. Hate Speech trifft Menschen, die Diskriminierung erfahren, also unter anderem Frauen, Schwarze Menschen, Menschen mit Behinderungen, Muslim_innen und queere Menschen.

Homofeindlichkeit:

Homofeindlichkeit ist die Diskriminierung von homosexuellen Menschen.

Heteronormativität:

Heteronormativität: ist eine Norm in unserer Gesellschaft. Es gilt als normal, dass alle Menschen entweder männlich oder weiblich sind, dass sie heterosexuell sind und dass sich die sexuelle Orientierung und die Geschlechtsidentität im Laufe des Lebens nicht ändern. Menschen, die dieser Norm nicht entsprechen, erleben Ausgrenzung und Diskriminierung.

Homophobie:

siehe Homofeindlichkeit. „Phobie“ bedeutet Angst, da es bei dem Begriff aber nicht um Angst geht, sondern um Ablehnung und Ausgrenzung, verwenden wir lieber Homofeindlichkeit.

Heterosexualität:

Heterosexualität ist eine sexuelle Orientierung. Heterosexuelle Männer fühlen sich zu Frauen sexuell hingezogen; heterosexuelle Frauen fühlen sich zu Männern sexuell hingezogen.

Homosexualität:

Homosexualität ist eine sexuelle Orientierung. Homosexuelle Menschen fühlen sich zu Menschen ihres eigenen Geschlechts sexuell hingezogen. Homosexuelle Frauen bezeichnen sich oft als lesbisch und homosexuelle Männer als schwul.

I

Inklusion:

Inklusion bedeutet, dass alle Menschen zur Gesellschaft dazugehören und die gleichen Rechte haben sollten. Inklusion richtet sich also gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Menschliche Vielfalt ist etwas Schönes und Wertvolles – eine inklusive Gesellschaft erkennt das an.

Inter*, intergeschlechtlich, intersexuell:

Inter*, intergeschlechtlich, intersexuell sind Menschen, die mit Variationen der körperlichen Geschlechtsmerkmale auf die Welt kommen. Das heißt, sie entsprechen nicht eindeutig den medizinischen Normen, die für das weibliche und das männliche Geschlecht festgelegt wurden. Inter* können eine Geschlechtsidentität als Inter* haben, sie können aber auch eine weibliche, männliche oder nicht-binäre Geschlechtsidentität haben. Das Sternchen bei Inter* steht für viele mögliche Selbstbezeichnungen.

Inter*feindlichkeit/Inter*diskriminierung:

Inter*feindlichkeit/Inter*diskriminierung ist die Diskriminierung von inter* Personen.

Intersektionalität

Intersektionalität ist ein wissenschaftliches und ein feministisches Konzept. Es beschreibt, wie unterschiedliche Formen von Diskriminierung zusammenwirken, sich überschneiden und voneinander abhängig sind. Ein Mensch ist nie nur Frau, nur arm, nur queer oder nur Schwarz, sondern eben ganz viel auf einmal. Wenn zum Beispiel eine Schwarze Frau Sexismus erfährt, ist das ein anderer Sexismus als der, den eine weiße Frau erfahren würde. Rassismus und Sexismus wirken dann zusammen. Intersektionaler Feminismus versucht, das mitzudenken.

K

Klassismus:

Klassismus ist die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres Einkommens und ihrer schulischen und beruflichen Bildung, oder der Bildung ihrer Familie/Eltern.

Konsens:

Konsens ist wichtig, damit es beim Sex nicht zu Übergriffen und Gewalt kommt. Konsens bedeutet, dass sich bei einer sexuellen Handlung alle Beteiligten frei dafür entschieden haben und jederzeit aufhören können. Bedingung dafür ist, dass sich alle frei entscheiden können. Kinder und Menschen, die Drogen genommen haben, können das z.B. nicht. Mehr zum Thema: Einvernehmlicher Sex

L

Lesbisch:

Frauen, die sich zu Frauen sexuell hingezogen fühlen, bezeichnen sich häufig als lesbisch.

M

Maskulinismus/Männerrechtsbewegung:

Maskulinismus/Männerrechtsbewegung ist eine politische Bewegung, die (vermeintlich) für die Rechte von Männern eintritt. Vielen Maskulinisten geht es aber um die Abwertung von Frauen und anderen Geschlechtern. Viele Maskulinisten sind gleichzeitig Antifeministen und der Meinung, dass Männer heutzutage von Frauen unterdrückt würden.

Monogamie:

Monogamie ist ein Beziehungsmodell. Es bedeutet, dass ein Mensch mit nur einer Person eine Liebesbeziehung hat und meistens auch nur mit dieser Person Sex hat. Es können aber Liebesbeziehungen aufeinander folgen.

N

Non-binary/nicht-binär:

Non-binary/nicht-binär ist eine Geschlechtsidentität. Nicht-binäre Menschen identifizieren sich nicht als weiblich und auch nicht als männlich, sondern z.B. dazwischen oder ganz anders.

Norm:

Normen legen fest, welche Eigenschaften und Verhaltensweisen als „normal“ angesehen werden. Das heißt zum Beispiel, dass das, was als normal angesehen wird, nicht extra dazugesagt wird (von heterosexuellen Menschen wird z.B. nicht erwartet, dass sie sich outen, von homosexuellen aber schon). Deshalb sind die Menschen, die von einer Norm abweichen, auch meistens diejenigen, die am besten wissen, dass es die Norm gibt. Normen regulieren unser Handeln und unseren Umgang miteinander. Es gibt in unserer Gesellschaft viele Normen, unter anderem zu sexueller Orientierung, Geschlecht, Aussehen und Religion.

O

Objektifizierung:

Objektifizierung bedeutet, einen Menschen wie eine Sache oder ein Ding zu behandeln. Objektifizierung ist oft Teil von Diskriminierung: Frauen wie Sexobjekte zu behandeln, ist zum Beispiel sexistisch.

Offene Beziehung:

Offene Beziehung ist ein Beziehungsmodell. Es bedeutet meistens, dass Menschen mit nur einer Person eine Liebesbeziehung haben, aber mit anderen Personen z.B. Flirten, Knutschen oder Sex haben können.

P

Pansexualität:

Pansexualität ist eine sexuelle Orientierung. Als pansexuell bezeichnen sich häufig Menschen, die sich zu mehr als zwei Geschlechtern sexuell hingezogen fühlen, oder denen das Geschlecht der Person, in die sie sich verlieben, einfach egal ist.

Polyamorie:

Polyamorie ist ein Beziehungsmodell. Es bedeutet, dass Menschen mit mehreren Personen gleichzeitig Liebesbeziehungen führen (können), und dass alle Beteiligten voneinander wissen und damit einverstanden sind.

Pränataldiagnostik:

Pränataldiagnostik ist ein Sammelbegriff für verschiedene Untersuchungen vor der Geburt eines Kindes. Diese Untersuchungen sind medizinisch meistens nicht lebensnotwendig. Sie testen, ob das ungeborene Kind bestimmte Krankheiten und Behinderungen hat. Auch manche Formen von Intergeschlechtlichkeit werden damit getestet. Diese Methoden sind sehr umstritten. Einerseits können sie dazu beitragen, dass Kinder mit bestimmten Krankheiten von Anfang an gut versorgt werden. Andererseits können sie dazu führen, dass Schwangerschaften abgebrochen werden, weil das Kind als behindert oder krank gilt. Außerdem sind die Ergebnisse sehr unsicher.

Q

Queer:

Queer ist ein englisches Wort und ursprünglich ein Schimpfwort für schwule Männer. Heute bezeichnen sich viele Menschen als queer, die in ihrer sexuellen Orientierung und/oder ihrer Geschlechtsidentität von der Norm abweichen und sich nicht in die vorgegebenen Schubladen (Mann oder Frau, heterosexuell oder homosexuell) einordnen wollen oder können.

R

Rassismus:

Rassismus ist die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe und zugeschriebenen Herkunft.

Regenbogenfamilien:

Regenbogenfamilien ist ein Wort für Familien, in denen ein Elternteil oder mehrere Elternteile nicht heterosexuell sind. Das können zwei Männer sein, die miteinander Kinder großziehen, oder zwei Frauen, oder ein Mann und zwei Frauen, etc.

Rechtsextremismus:

Rechtsextremismus ist ein Wort für politische Meinungen und Einstellungen, die die Freiheit und die Gleichheit aller Menschen ablehnen. Das heißt, rechtsextreme Bewegungen vertreten unter anderem rassistische, sexistische und antisemitische Positionen. Rechtsextremismus ist immer eine Kombination aus unterschiedlichen diskriminierenden und gewaltverherrlichenden Einstellungen – viele dieser Einstellungen sind aber weit verbreitet und werden auch von Menschen vertreten, die sich nicht als rechts bezeichnen.

Romantische Orientierung:

Romantische Orientierung sagt aus, in welches Geschlecht oder welche Geschlechter sich ein Mensch verliebt. Der Begriff ist unter anderem für asexuelle Menschen wichtig, die sich zwar zu niemandem sexuell hingezogen fühlen, sich aber verlieben können. Das heißt, sexuelle Orientierung und romantische Orientierung müssen nicht übereinstimmen. Es gibt viele verschiedene romantische Orientierungen, z.B. heteroromantisch, homoromantisch und biromantisch.

Rechtspopulismus:

Rechtspopulismus ist im Unterschied zu Rechtsextremismus keine politische Meinung, sondern eine Strategie. Rechtspopulist_innen schüren Ängste und nutzen gesellschaftliche Probleme und weit verbreitete Vorurteile aus, um unter anderem gegen Migrant_innen und geflüchtete Menschen zu hetzen. Sie stellen sich selbst oft als Widerstandsbewegung dar, unter anderem gegen die regierenden Politiker_innen.

S

Schwul:

Männer, die sich sexuell zu Männern hingezogen fühlen, bezeichnen sich häufig als schwul.

Shitstorm:

Shitstorm bedeutet, dass eine Person, eine Organisation oder ein Unternehmen in Sozialen Medien in kurzer Zeit sehr viele (täglich oft mehrere Hundert oder Tausend) negative Kommentare und Bewertungen bekommt. Oft gehören dazu auch Hasskommentare, Drohungen und andere Formen von Hate Speech. Das kann sehr belastend und anstrengend sein.

Sexismus:

Sexismus: ist die Diskriminierung von Mädchen, Frauen und von Eigenschaften, die als weiblich angesehen werden. Man kann auch die Diskriminierung von trans* und inter* Personen mit darunter fassen.

Sexuelle Orientierung:

Sexuelle Orientierung sagt aus, welches Geschlecht oder welche Geschlechter ein Mensch attraktiv findet. Dabei geht es für viele Menschen darum, zu wem sie sich sexuell hingezogen fühlen und in wen sie sich verlieben. Für manche ist das aber auch ein Unterschied (vgl. romantische Orientierung). Es gibt viele verschiedene sexuelle Orientierungen, z.B. heterosexuell, schwul, lesbisch, bisexuell, pansexuell und asexuell.

T

Trans*, transgeschlechtlich, transgender, transsexuell, transident:

Trans*, transgeschlechtlich, transgender, transsexuell, transident sind Menschen, deren Geschlechtsidentität nicht dem Geschlecht entspricht, das bei Geburt in ihre Geburtsurkunde eingetragen wurde. Das heißt: Ein Mensch, der bei Geburt weiblich eingeordnet wurde und später als Mann lebt, ist ein trans* Mann. Ein Mensch, der bei Geburt männlich eingeordnet wurde und später als Frau lebt, ist eine trans* Frau. Es gibt auch trans* Personen, die sich weder als Mann noch als Frau identifizieren. Das Sternchen hinter trans* steht für viele unterschiedliche Selbstbezeichnungen – einige davon haben wir aufgelistet. Trans* ist also ein Sammelbegriff für ganz unterschiedliche Menschen. Einige der Begriffe sind aber auch umstritten. Deshalb ist es immer wichtig, darauf zu achten, wie eine Person über sich selbst spricht.

Transphobie:

siehe Trans*feindlichkeit. „Phobie“ bedeutet Angst, da es bei dem Begriff aber nicht um Angst geht, sondern um Ablehnung und Ausgrenzung, verwenden wir lieber Trans*feindlichkeit.

Transsexuellengesetz:

Transsexuellengesetz: kurz TSG, legt fest, unter welchen Bedingungen trans* Menschen in Deutschland ihren Vornamen und ihren Personenstand (also den offiziellen Geschlechtseintrag) ändern können. Organisationen, die sich für die Rechte von trans* Personen einsetzen, fordern schon lange eine Reform des TSG.

Troll:

Troll ist eine Person, die Gespräche in Sozialen Medien und Internetforen stört. Trolle bringen sich mit ihren Kommentaren nicht ernsthaft in eine Diskussion ein, sondern wollen provozieren, verletzen und wütende Antworten auslösen.

Trans*feindlichkeit:

Trans*feindlichkeit ist die Diskriminierung von trans* Menschen.

Trolling:

Trolling ist ein Wort für das Verhalten eines Trolls im Internet.

V

Victim Blaming:

Victim Blaming heißt, bei Gewalt oder Übergriffen das Opfer zu beschuldigen. Von victim blaming sind häufig Frauen und Mädchen betroffen – zum Beispiel, wenn eine Frau sexualisierte Gewalt erlebt und danach selbst dafür verantwortlich gemacht wird. „Dann soll sie halt die Bluse zuknöpfen“, „dann soll sie halt nicht nachts alleine rausgehen“ oder „dann hätte sie eben deutlicher Nein sagen müssen“ sind Beispiele von victim blaming. Victim blaming lenkt vom Täter ab und davon, dass Sexismus und starre Geschlechterrollen damit zu tun haben, dass es so viel sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen gibt.

Z

Zweigeschlechtlichkeit:

Zweigeschlechtlichkeit ist die in unserer Gesellschaft vorherrschende Kultur, in der nur zwei Geschlechter als „normal“ oder „natürlich“ angesehen werden. Andere Geschlechter werden als „krank“ oder „unnatürlich“ abgewertet und diskriminiert – das betrifft unter anderem >trans* und inter* Personen.

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