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Sich in und mit dem eigenen Körper wohl fühlen ist für viele nicht leicht. Körper werden bei (oder noch vor) Geburt eines Menschen und von da an immer wieder eingeteilt und kategorisiert: in männlich und weiblich, gesund und krank, behindert und nicht behindert, schön und nicht schön. Diese Einteilungen erscheinen uns meistens selbstverständlich, sie sorgen aber auch für Druck und Überforderung.

Schönheitsidealen gerecht werden? Keine leichte Sache.

Mit dem eigenen Körper setzen wir uns unser ganzes Leben lang auseinander – es ist schließlich der einzige, den wir haben. Außerdem werden wir mit einer Menge von Idealen konfrontiert: Wir wollen fit, gesund und attraktiv aussehen, uns selbst und anderen gefallen.

Die Schönheitsideale, die uns überall in der Werbung, in Filmen und Zeitschriften begegnen, sind für die meisten Menschen unerreichbar. Sich damit zu vergleichen sorgt bei vielen für Selbstzweifel oder sogar Selbsthass. Dabei haben sich Schönheitsideale im Laufe der Zeit immer wieder geändert und sind auch nicht überall auf der Welt gleich. Wir finden: Jeder Körper ist schön!

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Mein Körper, meine Entscheidung?

Das ändert natürlich nichts daran, dass jede Person selbst über ihren Körper entscheiden und ihn auch verändern können sollte. Das betrifft nicht nur das Aussehen, sondern viele Themen und Entscheidungen: Es heißt, dass schwangere Personen bis zur zwölften Schwangerschaftswoche selbst entscheiden können, ob sie ein Kind zur Welt bringen oder die Schwangerschaft abbrechen möchten. Es heißt, dass Menschen, die ein Kind bekommen wollen, darin unterstützt werden – auch behinderte Menschen, arme Menschen und Menschen, die nicht weiß sind. Es heißt, das trans* Menschen geschlechtsangleichende medizinische Maßnahmen bekommen, wenn sie diese brauchen oder möchten.

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Geschlecht = Genitalien?

Schon mal versucht, das eigene Geschlecht zu beschreiben, ohne über körperliche Merkmale zu sprechen? Vielen fällt das schwer. Kein Wunder, wir lernen schließlich alle, dass sich das Geschlecht einer Person am Körper erkennen lässt. Bei Geburt (oder schon davor) werden Kinder mit Blick auf äußerlich sichtbare Genitalien in Mädchen und Jungen eingeteilt. Scheinbar ist das ganz klar.

Es gibt aber Menschen, deren Körper auf einer oder mehreren Ebenen nicht in die medizinischen Vorstellungen von männlich oder weiblich passen, die also mit Variationen der körperlichen Geschlechtsmerkmale geboren werden. Diese Menschen sind intergeschlechtlich, oder inter*. Intergeschlechtlichkeit ist keine Krankheit und auch nicht unnormal – es passen einfach nicht alle Körper in eine von zwei Schubladen.

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Körper sind eben vor allem eines: Sehr unterschiedlich!

Sie lassen sich nicht in zwei Geschlechterschubladen einteilen. Im November 2017 hat auch das Bundesverfassungsgericht die Einführung einer dritten Option beim Geschlechtseintrag in Geburtsurkunden gefordert. Mal ehrlich: Wir wissen nicht, was andere in der Unterhose, geschweige denn welche Chromosomen sie haben – es geht uns auch nichts an. Wir können aber zuhören, wenn Menschen uns sagen, welches Geschlecht sie haben und wie sie angesprochen werden möchten. Und das ist eigentlich auch das Wichtigste.

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